Canihua – das Pseudogetreide aus den Anden

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Hast du schon mal von Canihua gehört? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Canihua ist ein so genanntes Pseudogetreide und stammt wie Quinoa und Amaranth aus den südamerikanischen Anden. Canihua ist reich an  Eisen und Proteinen und damit äußerst gesund. Canihua ist auch glutenfrei – wodurch es für Menschen mit Zölliakie eine gute Getreidealternative darstellt. Die kleinen braunen Samen haben einen nussig-schokoladigen Geschmack und eignen sich deswegen besonders für Süßspeisen, aber auch als Zutat im Brot, Salaten oder einfach als Beilage.

 

canihua pseudogetreide
Canihua – das Pseudogetreide aus den Anden

 

Canihua – das Korn aus den Anden

Canihua ist nicht nur sehr robust im Anbau sonder auch noch äußerst nahrhaft und findest sich deswegen in Südamerika häufig am Teller. Entweder einfach gekocht oder zu Mehl gemahlen findet sich Pseudogetreude in vielfältigen Speisen und Getränken wieder.

 

Herkunft

Canihua stammt aus den Anden und zählt – wie Quinoa und Amaranth – zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die Pflanze wird auf über 4.000 Meter Höhe angebaut. Das Pseudogetreide ist dabei äußerst widerstandsfähig und wächst selbst auf kargen, trockenen Böden. In Südamerika hat Canihua eine lange Tradition und findet sich daher oft in der lokalen Küche wieder. Trotz der weiten Verbreitung  in den Andenländern ist das Getreide bei uns noch relativ unbekannt.

 

Canihua Herkunft
Canihua aus Südamerika

 

Canihua – gesund, glutenfrei, nährstoffreich

Canihua ist ein wahrer Segen für Allergiker und Menschen mit Intoleranzen. Es ist glutenfrei, laktosefrei, enthält kein Soja oder Ei und ist dazu noch äußerst gesund. Das Pseudogetreide ist reich an Ballaststoffen, Eiweiß, Magnesium, Zink, Folsäure und Eisen.

 

Nährwerte pro 100g

Kohlenhydrate 51 g
Eiweiß 15 g
Ballaststoffe 12 g
Fett 8 g
davon gesättigte Fettsäuren 1,5 g
Zucker 2,5 g
Salz 0,03 g
358 kcal

 

Die gute Nachricht: Canihua ist – wie du siehst – äußerst nährstoffreich, gesund und durch den hohen Wert an Kohlenhydraten ein richtiger Energielieferant. Aufgrund der winzig kleinen Körner wird es oft auch als der “kleine Bruder von Quinoa” oder das “kleine Quinoa” genannt.

 

Verwendung & Geschmack

Canihua schmeckt süß, nussig und angeblich leicht schokoladig. Der nussige Geschmack ist mir schon beim Kochen gleich aufgefallen, Schokolade habe ich allerdings keine geschmeckt. Canihua ist auf jeden Fall ideal für eine abwechslungsreiche Küche. Die feinen Körner lassen sich sowohl vermahlen als auch zum Backen und Kochen verwenden. Besonders geeignet ist Canihua für Süßspeisen, bunte Salate, exotische Pfannengerichte, gesunde Shakes oder ganz einfach als Beilage. In seiner Heimat wird Canihua oft auch zu Mehl gemahlen und dann in Puddings, Breien oder einfach so gegessen.

 

Canihua – wo erhätlich?

Ich habe Canihua eher zufällig im Bio Supermarkt Denns entdeckt. Da ich äußerst neugierig bin, stöbere ich immer gerne durch die Regale auf der Suche nach neuen und exotischen Speisen. Beim letzten Einkauf ist mir dann die mit “NEU” proklamierte gelbe Davert Packung aufgefallen. Da ich auch Quinoa und Amaranth sehr gerne esse, wurde Canihua also kurzerhand in den Einkaufskorb gelegt. Weiter unten seht ihr dann was daraus geworden ist und wie es geschmeckt hat. 🙂

Canihua Packung von Davert
NEU von Davert

 

Generell lässt sich sagen, dass das Pseudogetreide bei uns noch relativ unbekannt ist. Erhältlich ist das gesunde Korn im Bio-Laden oder auch vereinzelt online.

 

Rezepte

Wir haben uns entschieden den Canihua simpel und einfach als Beilage zu einem leichten Gemüsegericht zu probieren. Dafür einfach in einem Topf die 3-fache Menge Wasser zum Kochen bringen und mit etwas Salz verfeinern. Danach die feinen Körner dazugeben und 15 Minuten leicht kochen bis das Wasser ganz aufgenommen worden ist. Mit 200g sind 5 Personen als Beilage satt geworden. Geschmacklich waren wir alle sehr zufrieden mit dem Pseudogetreide, der leicht nussige Geschmack hat gut zu Gemüse und Gemüsepuffer gepasst.

 

 

Eine weitere Möglichkeit ist es den Canihua als Ersatz für Mohn in süße Mohnnudeln zu verwenden – Canihua-Nudeln also. Dafür einfach die Nudeln und den Canihua (getrennt!) kochen. Die gekochten Körner mit Zucker und Vanillezucker vermischen, danach die Nudeln in etwas Butter schwenken und die Canihua-Zucker Mischung unterrühren. Zum Schluss noch mit Puderzucker bestreuen und fertig ist die süße Nachspeise! Wir waren überrascht über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Canihua. Geschmacklich ist das Pseudogetreide leicht nussig, kernig und hat sowohl zur warmen Beilage als auch als süße Zutat gut gepasst.

 

Weitere Rezeptideen mit Canihua

 

Canihua auf einem Blick
Canihua ist ein äußerst nährstoffreiches Pseudogetreide aus dem südamerikanischen Andengebiet. In Europa noch relativ unbekannt findet es sich in Südamerika in vielen Gerichten, in den USA wird es sogar, als das neue Superfood bezeichnet. Canihua ist glutenfrei und eigent sich ideal für Salate, als Beilage zu Gemüse oder für süße Nachspeisen.

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